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12.01.2018

Herbert Sander, der Erfinder des "Schwerter zu Pflugscharen"-Friedensemblems gestorben

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Der Erfinder des Emblems "Schwerter zu Pflugscharen" der Friedensbewegung der DDR, der Künstler Herbert Sander, ist mit 79 Jahren gestorben. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte den Grafiker aus Stahnsdorf als Menschen, der "Position bezogen und damit der Friedenssehnsucht Hunderttausender eine Plattform gegeben" habe, "die der Militarisierung der DDR skeptisch gegenüberstanden". Sander habe mit dem Aufnäher "den Nerv der Zeit getroffen", erklärte Woidke am Mittwoch in Potsdam. Der 1938 in Nordhausen geborene Künstler starb nach Angaben des Heimatvereins Kleinmachnow am 3. Januar.

Sander habe in den 80er Jahren im Auftrag der Kirche auf dem Höhepunkt der Rüstungskonfrontation zwischen Ost und West ein "bleibendes Symbol der Friedensbewegung geschaffen", betonte Woidke. Das Symbol sei zudem "überaus klug" ausgewählt gewesen, weil es sich auf ein Kunstwerk bezogen habe, das die Sowjetunion 1959 den Vereinten Nationen geschenkt habe und "gegen das die DDR-Führung nicht Front machen konnte".

Der Künstler, der nach einem Studium der Grafik und Malerei bis 1965 im Defa-Spielfilmstudio tätig war, habe sich auch anderweitig politisch engagiert, betonte Woidke. So habe er 1989 das oppositionelle Neue Forum in Kleinmachnow mitbegründet und sei Spuren jüdischen Lebens in Brandenburg nachgegangen. Über sein berühmtestes Werk hinaus habe Sander eine Vielzahl von Kunstwerken geschaffen, die seine Liebe zur Natur und zu den Menschen ausdrückten. Für die evangelische Auferstehungsgemeinde in Kleinmachnow hat er ein Kirchenfenster gestaltet. Der Künstler wurde 2014 mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgezeichnet.

Quelle: epd

12.01.2018

"KRCHE MACHT DEMOKRATIE" Modulare Qualifizierung 2018

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Unsere modulare Qualifizierung lädt Sie ein, in politisch aufgeladenen Zeiten Ihr Engagement zu professionalisieren. In 4 Basis-Seminaren bieten wir Ihnen Raum und „Handwerkszeug“, Ihr Handeln für Kirche und Gesellschaft zu reflektieren und zu erweitern. Gemeinsam mit anderen offenen Menschen lernen Sie Moderationstechniken, Grundlagen des Projektmanagements, diskutieren aktuelle politische Fragen, entwickeln neue Ideen für Ihre Gemeinde. Höhepunkt der Modularen Qualifizierung ist die einwöchige Bildungsfahrt zur ökumenischen Bruderschaft nach Taize.*

Die Seminarreihe richtet sich an interessierte Menschen ab 18 Jahre aus Mencklenburg-Vorpommern. Gewünscht und empfehlenswert ist eine Teilnahme an allen vier Wochenenden. Für "alte Hasen" wird parallel ein Erweiterungskurs angeboten. Die Seminare beginnen und enden zu den angezeigten Daten um 16:00 Uhr.
Die Fortbildungen werden aus dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des BMI gefördert und sind kostenfrei.*

Durch die Seminare begleiten Sie Arne Kühn und Karl-Georg Ohse von „Kirche stärkt Demokratie“ und Kristina Nauditt und Gerd Wermeskirch vom ARGO-Team Berlin.

Modul 1  “Die Welt ist ein Dorf“: 2. - 4. März 2018, Zingst
Die Gruppe und Ich
Ich und meine kleine Welt
Spielregeln der lokalen Politik
Meinen Ort in Bewegung bringen

Modul 2 „Wir sind das Volk!?“: 20. - 21. April 2018, Salem
Fundamente des demokratischen Miteinanders
Wir und die Anderen
Meine Werte- Deine Werte

Modul 3 "Das Glauben der Anderen": 1. - 2. Juni 2018
Politik und Religion
Fundament und Fundamentalisten
Kirchtürme zu Leuchttürmen machen

Modul 4 Streit muss sein: 19. - 20. Oktober 2018, Salem
Dialog und Kommunikation in Zeiten des Populismus
Moderieren können
Position und Kommunikation

6.-14. Oktober 2018: Bildungsfahrt nach Taize, Frankreich: „Spiritualität und Politik als Chance für unsere Demokratie?!“ * Dafür sind die Teilnahme an mindesten drei Seminaren und eine Selbstbeteiligung 100,00€ erforderlich.

11.09.2017

"Troubled Water": Kino in der Kirche von Friedrichshagen

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Als Teenager soll Thomas den Tod eines Kindes verschuldet haben. Nach acht Jahren wird er aus der Haft entlassen und nimmt unter neuem Namen in seiner Heimatstadt in der Kirche eine Stelle als Orgelspieler an. Doch noch immer plagen ihn Schuldgefühle. Nach einiger Zeit findet er aber bei der 
Pastorin Anna und ihrem kleinen Sohn Jens wieder neuen Lebensmut. Eines Tages erkennt ihn Agnes, die Mutter des toten Kindes, wieder. Diese wird, wie Thomas, seit damals von ihren Erinnerungen
geplagt. Thematisiert werden im Film existentielle Fragen: Was ist Schuld? Hat jeder eine zweite Chance verdient? Wann findet Vergebung statt? Kann Gutes aus Bösem entstehen?

Troubled Water. Ein Film von Erik Poppe (Norwegen 2008)

Donnerstag, 21. September
19.00 Uhr
Kirche Friedrichshagen

Einlass ist eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten.